Mentorinnen und Mentoren

Der Neuanfang als Student und Studentin bringt viele Fragen mit sich, die erfahrene Studierende wie DU leicht beantworten können.

Du erinnerst dich sicher an den Studienanfang. Alles war neu und irgendwie musstet ihr euch alle erst einmal an der Charité – und eventuell auch in Berlin – zurechtfinden. Wie war das für dich damals? Hast du dir nicht auch jemanden an deiner Seite gewünscht, der sich auskennt, weil er bereits in einem höheren Semester studiert?

Das Peer-Mentoring-Programm sucht Studierende wie dich, die diese Anfangsphase bereits hinter sich haben und ihr Wissen als MentorInnen an StudienanfängerInnen weitergeben möchten.

Mentoren und Mentorinnen unterstützen ihre Mentees, indem sie ihre Erfahrungen teilen, informelles Wissen weitergeben (z.B. welche Veranstaltungen man nicht verpassen sollte) und zu konkreten Fragen individuell beraten und Feedback geben, aber auch auf weitere Ressourcen hinweisen (z.B. Altfragen von Prüfungen, Übungsmöglichkeiten für OSCE, SMPP etc.).

Dies kann konkreter folgendes beinhalten

  • Gemeinsamer Besuch von Bibliotheken, Mensa, Lernzentrum etc.
  • Information, welche AnsprechpartnerInnen bei studienbezogenen Problemen oder Fragen zuständig sind (z.B. Charité International Cooperation/ChiC, Prüfungsbereich)
  • Information über Studienablauf und -organisation (z.B. Prüfungsanmeldung, Wahlpflichtfächer, Famulaturen, Krankenpflegepraktikum, Auslandsaufenthalte)
  • Beantwortung von studienrelevanten und privaten Fragen (z.B. Wie bereite ich mich am besten auf die erste Prüfung vor?)
  • Sparring-Partner sein (z.B. in Vorbereitung auf ein Referat)
  • Austausch von Lernerfahrungen
  • Aufmunterung, wenn‘s im Studium mal nicht so gut läuft

Zur Rolle der Mentorin/ des Mentors

Deine Aufgabe als MentorIn ist es in erster Linie als studentische Ansprechperson zu fungieren. Gerade bei ‚informellen’ Fragen trauen sich StudienanfängerInnen oft nicht, die Studienfachberatung oder Dozierende anzusprechen. Themen innerhalb des studentischen Mentorings können daher Studienorganisation, Barrierefreiheit an der Uni ‚Stundenplan’-Erstellung, Formalia wissenschaftlichen Arbeitens oder fachliche Verständnisfragen, aber auch persönlichere Angelegenheiten wie Überforderung oder Diskriminierung im Studium sein. Du musst dabei selbst keineswegs ExpertIn für alle Themen sein! Vielmehr geht es darum, den StudienanfängerInnen die Infrastruktur der Universität und des Studiums näher zu bringen und – wo nötig – auch auf bestehende Angebote (z.B. ChiC, FSI-AGs, Tutorien im Lernzentrum, Angebote des Internetportals „Rat und Hilfe“, der Studienberatung, der MediCoaches, der Gleichstellungsbeauftragten etc.) hinzuweisen.

Im Anschluss daran ist es denkbar, dass die studentischen MentorInnen alleine oder in Gruppen Sprechstunden anbieten und kleinere Aktivitäten oder Workshops planen und durchführen – hierbei sind deine Ideen gefragt!

Was gehört nicht zur Rolle der Mentorin und des Mentors?

  • Mentoren und Mentorinnen sind kein Elternersatz, keine „Retterfiguren“ und keine professionellen Coaches oder TherapeutInnen. Sie müssen nicht auf alle Fragen eine Antwort wissen und sollten nicht versuchen, ihre Mentees in eine bestimmte Richtung zu drängen. Es ist nicht die Aufgabe der Mentoren und Mentorinnen, die Probleme der Mentees zu lösen, sondern sie dabei zu unterstützen, ihre eigenen Lösungen zu finden bzw. sich selbst zu helfen.

Mentoring ist kein einseitiger Prozess. Auch du als Mentor und Mentorin hast viele Vorteile:

  • Weiterentwicklung deiner Kommunikationsfähigkeiten und weiterer Soft Skills (z. B. Beratungskompetenz, Organisationsfähigkeit)
  • Wissens- und Erfahrungszugewinn
  • Übernahme sozialer Verantwortung und ehrenamtliches Engagement, das wir Dir in einem Zertifikat bestätigen und das einen entscheidenden Unterschied machen kann in späteren Bewerbungen um Jobs und Stipendien.

Wir sind Mitglied im Netzwerk: Gelebte Vielfalt an der Charité

http://diversity-netzwerk.charite.de/