Mentoring Programm für Wissenschaftlerinnen

Ziel des Mentoring-Programmes ist es, begabte und engagierte Nachwuchswissenschaftlerinnen zu fördern, ihre Kompetenzen und Potenziale für die berufliche Laufbahn zu stärken und sie mit den Erfahrungen erfolgreicher WissenschaftlerInnen in ihrer Karriere unterstützend zu begleiten.

Zielgruppe sind habilitierende und habilitierte Nachwuchswissenschaftlerinnen, Juniorprofessorinnen und Nachwuchsgruppenleiterinnen der Charité, die eine weitere wissenschaftliche Karriere anstreben oder in Forschung & Lehre oder im Klinischen Bereich Führungsverantwortung übernehmen wollen.

Warum Mentoring als Instrument der Frauenförderung?

Die Kernidee von Mentoring ist, dass für den beruflichen Erfolg nicht allein die Qualifikation und das Engagement ausschlaggebend sind, sondern vor allem: unterstützende Beziehungen. Das Mentoring-Programm an der Charité versucht genau an dieser Stelle anzusetzen und diese förderdenden Beziehungen im Mentoring-Tandem, aber auch in der Netzwerkarbeit zu ermöglichen und zu unterstützen.

Frauen erreichen in der Universitätsmedizin immer noch deutlich seltener Führungspositionen als Männer, dies hat vielfältige Ursachen, häufig übernehmen Frauen beispielsweise immer noch den Hauptanteil der Familienarbeit. So verlaufen die akademischen Karrieren von Männern und Frauen oft sehr unterschiedlich und Frauen sind immer weniger präsent, desto höher in der Karriereleiter man sich umsieht. Es finden sich beispielsweise vor allem bei den Habilitationen und später den Berufungen deutlich weniger Frauen als Männer. An der Charitè gab es 2014 einen Frauenanteil von 19% bei den Professuren.

Diesem Phänomen einer "leaky pipeline" versucht das Mentoring-Programm der Charité entgegen zu wirken. Hier eröffnen sich für Frauen durch den Kontakt mit einer sehr erfolgreichen Mentorin/einem Mentor Leitbilder für eigenwillige Karrierewege, für Führungsverhalten, die Kunst der Diplomatie, strategische Karriereentscheidungen etc. Oft entdecken Männer in der Funktion als Mentor die Notwendigkeit von Frauenförderung, wenn sie bei ihrer Mentee gesehen haben, welche Hindernisse in Form einer "gläsernen Decke" sich in der Karriere von Frauen auftun können.  

Im Seminarprogramm werden Softskills wie klares Kommunikationsverhalten, sicheres Auftreten, Führungsverhalten etc. trainiert, um individuelle Ressourcen auszubauen und die Spielregeln der Durchsetzungsfähigkeit zu verstehen und einzuüben.

In der Netzwerkarbeit des Programms werden weitere Beziehungen zu Kolleginnen gepflegt, hier kann Netzwerken geübt werden und vor allem wird hier in jedem Jahrgang aufs neue deutlich, dass alle sehr ähnliche Themen im Bezug auf die eigene Karriere haben.

Bericht zur Gleichstellung 2012-2014

Konzept und Evaluation des Mentoringprogramms für Wissenschaftlerinnen

Die aktuelle Ausschreibung für den Jahrgang 2017/2018

Wir sind Mitglied im Netzwerk: Gelebte Vielfalt an der Charité

http://diversity-netzwerk.charite.de/

Kontakt

Dr. Ingar Abels
Projektkoordinatorin